Schutzgebiete in der Schweiz
Verstehe die besonderen Vorschriften in den wertvollsten Naturlandschaften der Schweiz.
Die Schweiz verfügt über verschiedene Arten von Schutzgebieten, in denen die Campingvorschriften in der Regel strenger sind als in anderen Regionen. Diese Gebiete dienen dem Erhalt der Biodiversität, dem Schutz empfindlicher Ökosysteme und der Bewahrung der natürlichen Schönheit der Schweizer Landschaften.
Nachfolgend findest du Informationen über die wichtigsten Typen von Schutzgebieten in der Schweiz sowie allgemeine Hinweise fürs Camping in oder in der Nähe dieser Gebiete. Bitte prüfe vor der Tour immer die spezifischen Vorschriften und die Signalisation vor Ort.

Schweizer Nationalpark
Der Schweizer Nationalpark, 1914 auf private Initiative gegründet, bewahrt unberührte Landschaften und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Klare Grenzen und Schutzbestimmungen sichern ein einzigartiges Ökosystem und ermöglichen Naturerlebnisse auf markierten Wegen.
Camping ist im gesamten Schweizer Nationalpark streng verboten.

Jagdbanngebiete
Eidgenössische Jagdbanngebiete gibt es seit 1875. Sie dienen dem Schutz und der Förderung von Wildtieren und ihren Lebensräumen. Je nach Gebiet können unterschiedliche Einschränkungen gelten (z. B. Wegegebot, Ruhezeiten oder Betretungsverbote in sensiblen Zonen).
Wildcampen ist in diesen Gebieten häufig nicht erlaubt – bitte die lokalen Vorschriften prüfen.

Pro Natura: Naturschutzgebiete
Pro Natura sichert und betreut über 770 Naturschutzgebiete und erhält so vielfältige Lebensräume für Flora und Fauna. Die Schutzzonen ermöglichen naturnahe Erlebnisse, oft mit klaren Regeln zum Schutz von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen.
In vielen Naturschutzgebieten ist Wildcampen nicht erlaubt – bitte die Regeln des jeweiligen Gebiets beachten.

UNESCO-Welterbestätten
UNESCO-Welterbestätten umfassen Natur- und Kulturstätten von universellem Wert. Schutz und Nutzung werden durch Bund, Kantone und Gemeinden geregelt – die Regeln (auch fürs Campen) unterscheiden sich je nach Standort.
Die Campingvorschriften variieren je nach Standort.

Wildruhezonen
Wildruhezonen schützen Tiere in sensiblen Phasen (z. B. Fortpflanzung, Winter) vor Störungen, indem sie Freizeitaktivitäten zeitlich oder räumlich einschränken. Sie sind besonders wichtig für störungsempfindliche Arten und ihre Rückzugsräume.
Übernachten im Freien (Biwakieren) ist in diesen Zonen häufig untersagt – bitte Signalisation und lokale Regeln beachten.

Moorlandschaften
Moorlandschaften sind einzigartige Lebensräume mit hoher ökologischer Bedeutung. Sie bieten seltenen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum, speichern Wasser und tragen zum Erhalt besonderer Landschaftsbilder bei.
In Moorlandschaften gelten in der Regel strenge Schutzbestimmungen; Wildcampen ist meist nicht erlaubt. Bitte lokale Vorschriften beachten.

Flachmoore
Flachmoore sind nährstoffarme Feuchtgebiete mit spezialisierten, oft gefährdeten Arten. Ihr Schutz erhält seltene Lebensräume und wichtige ökologische Funktionen.
In Flachmooren gelten in der Regel strenge Schutzbestimmungen; Wildcampen ist meist nicht erlaubt. Bitte lokale Vorschriften beachten.

Hochmoore
Hochmoore zählen zu den empfindlichsten Ökosystemen der Schweiz und sind stark bedroht. Sie bieten speziellen Lebensraum für seltene Arten und erfüllen wichtige ökologische Funktionen.
In Hochmooren gelten in der Regel strenge Schutzbestimmungen; Wildcampen ist meist nicht erlaubt. Bitte lokale Vorschriften beachten.

Auengebiete
Auengebiete sind dynamische Flusslandschaften und natürliche Überschwemmungszonen. Sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen, bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren Rückzugsräume und unterstützen wichtige ökologische Prozesse.
In Auengebieten gelten in der Regel strenge Schutzbestimmungen; Wildcampen ist meist nicht erlaubt. Bitte lokale Vorschriften beachten.

Trockenwiesen und -weiden
Trockenwiesen und -weiden sind durch traditionelle, extensive Landwirtschaft entstanden und heute vielerorts selten. Sie beherbergen zahlreiche spezialisierte und gefährdete Arten. Das Bundesinventar wird regelmässig aktualisiert; die Abgrenzung der Objekte erfolgt durch die Kantone.
Wildcampen ist in Trockenwiesen und -weiden in der Regel nicht erlaubt – bitte lokale Vorschriften beachten.

Biosphärenreservate
UNESCO-Biosphärenreservate sind Modellregionen des UNESCO-Programms «Der Mensch und die Biosphäre» (MAB). Sie verbinden Naturschutz, nachhaltige Nutzung, Forschung und Umweltbildung und sind in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen gegliedert.
Die Campingregeln variieren je nach Zone und Region – bitte lokale Vorschriften prüfen.

Smaragd-Gebiete
Smaragd ist ein europaweites Netzwerk, das gefährdete Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume gemäss der Berner Konvention schützt. In der Schweiz sind Smaragd-Gebiete ausgewiesen und beim Europarat registriert; die konkreten Schutzmassnahmen richten sich nach dem jeweiligen Gebiet und dessen Rechtsgrundlage.
Die Regeln hängen vom konkreten Gebiet und dessen Schutzstatus ab – bitte lokale Vorschriften prüfen.

Ramsar-Gebiete
Ramsar-Gebiete sind international anerkannte Feuchtgebiete von besonderer Bedeutung, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel. Seit der Ratifizierung 1976 verpflichtet sich die Schweiz, diese empfindlichen Ökosysteme nachhaltig zu bewahren.
In und um Feuchtgebiete gelten oft strenge Einschränkungen. Bitte die lokalen Vorschriften beachten.
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